Montag, 28. März 2016

Blau-schwarz oder weiß-gold?





Die meisten werden sich wahrscheinlich noch an das ominöse Kleid erinnern, dessen Farbe unterschiedlich wahrgenommen werden kann (für mich war das übrigens weder blau schwarz noch weiß gold... aber egal...)

Ich habe vor kurzem eine nette Bluse beim Schweden meines Vertrauens erstanden, und war beim Sonntagsbrunch bei meinen Eltern gestern leicht verwirrt, als ich meine Schwester fragte, wie sie meine neue Bluse findet.

"In senfgelb gab es die Bluse leider gar nicht im Onlineshop, nur in dunkelblau..." Darauf hin erntete ich verwunderte Blicke von meiner Schwester und meinem Freund... "Wo ist diese Bluse denn bitte dunkelblau? Die ist schwarz?!" Abhilfe konnte letztendlich nur das Tageslicht schaffen... denn auf den Bildern ist sie eindeutig dunkelblau haha

Interessantester Post EVER. Für mehr Text einfach den vorherigen Post lesen ;)

Ich komme gerade vom Schwimmen und bin völlig K.O... muss definitiv wieder öfter Sport treiben. Später steht noch ein Doppeldate mit meiner liebsten Tanja und ihrem Verlobten beim Inder an.

Ich wünsche euch noch einen  schönen Ostermontag, genießt den letzten freien Tag :)










Blouse - H&M
Jeans - Topshop
West - C&A


Sonntag, 27. März 2016

Schicksalsfragen.



Jeder hat schon einmal von ihnen gehört (alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship...), jeder zweite hat sich schon einmal auf ihnen herumgetrieben,  sei es nur zum Spaß und um zu sehen „wer sich dort so herumtreibt“ (diese Ausrede steht jedenfalls ganz oben auf der Liste) und die wenigsten geben gerne zu, sie zu verwenden... Die sogenannten Dating Plattformen.

Nachdem ich nun fast 3 Jahre Single war, und während dieser Zeit ein paar kleinere und auch ein paar größere Enttäuschungen mit der Männerwelt mitmachen musste, lud ich mir aus Frust (und auch auf Empfehlung eines Freundes, der so seine bezaubernde Freundin kennen lernte) Tinder herunter.

Über ein Jahr verging, in dem ich mit keinem Mann wirklich mal etwas mehr geschrieben, geschweige denn mich mit jemandem getroffen hätte. Teilweise waren die Mails einfach schon sehr eindeutig und viel zu aufdringlich...

Bei einer Nachricht ist mir sogar wirklich die Kinnlade heruntergeklappt, diese blieb mir auch in ziemlich "netter" Erinnerung:
„Ich werde meinen Schwanz so tief in dir versenken, dass derjenige, der ihn herauszuziehen vermag, der neue Herrscher von Excalibur sein soll!“

Ehm... okay...? Kurzer "What the fuck did I just read?!"-Moment.
Anschließend musste ich einfach nur lachen. Kreativer als das übliche „Hey was machst du so? Mir ist langweilig, Lust auf ein Treffen ;)?“ war es allemal.
Nur mal zur Verdeutlichung, mit welcher Art von Nachrichten man dort so belustigt werden kann.

Nun gut, weiter im Text.

Es muss im Juni gewesen sein, als ich mich mal wieder ein wenig durch die Tinder Profile klickte. Es kam ganz selten vor, dass ich mal ein Herzchen vergab, aber an diesem Tag fiel mir ein Profil auf, das ich mir etwas genauer anschaute. Er hatte auf seinem Anzeigebild einen total sympathischen und verschmitzten Blick drauf, was mir auf Anhieb gefiel. Leider waren ansonsten nicht sehr viele Angaben zu finden, aber wir teilten ein paar „Interessen“, wie 9gag und Circus Halligalli, was schon mal darauf hinwies, dass wir einigermaßen den gleichen Humor haben mussten, worauf ich sehr großen Wert lege. Also wischte ich dieses Mal nach rechts – und wir hatten direkt eine Übereinstimmung (auf Tinder ist es so, dass man sich nur gegenseitig schreiben kann, wenn beide „nach rechts wischen“, also ein Herzchen vergeben). Es dauerte nicht lange bis er mich anschrieb, jedoch antwortete ich freche Kröte natürlich nicht direkt und ließ ein paar Tage verstreichen. Typisch Frau eben.

Nachdem ich ihm geantwortet hatte und wir ein paar Nachrichten hin und her schrieben, wurde für mich schnell klar, dass das wirklich mal ein sympathischer Typ sein musste. Zum ersten Mal dachte ich mir, dass ich einem Treffen nicht abgeneigt wäre, was bisher ja noch nie vorkam. Doch dann… kam irgendwann keine Antwort mehr.

Ich musste also ein hoffnungsloser Fall sein, wenn ich es nicht einmal fertig brachte, jemanden über eine Datingapp kennenzulernen. Anfangs war ich schon enttäuscht über den abrupten Kontaktabbruch, aber Enttäuschungen war ich ja bereits gewohnt.

Das Leben ging also weiter, auch ohne ihn.

Wochen und Monate vergingen, in denen ich viel mit Freunden ausging, dennoch lernte ich nie wirklich jemand interessantes kennen. Den Dating Apps schwor ich dann natürlich auch erstmal ab.

Am letzten August-Wochenende fand die Street Parade in Zürich statt, wo ich  längst mal hin wollte. Der Flug war bereits gebucht, doch am Tag vor der Abreise, überkam mich ein seltsames Gefühl… irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich nicht fliegen sollte, als würde etwas passieren, falls ich es doch tun würde. Ich bin ein absoluter „Emotionsmensch“ und höre sehr auf mein Bauchgefühl, auch wenn es etwas absurd ist. So sehr ich mich auch auf die Street Parade gefreut hatte, ich wollte lieber nichts riskieren und stornierte den Flug. (Ich Freak...)

Hinterher ärgerte es mich natürlich trotzdem. Eigentlich wäre ich freitags geflogen, blieb allerdings zu Hause  – wo es den ganzen Tag in Strömen regnete… und die einzige Alternative, die ich für dieses Wochenende hatte, war eine Open Air Veranstaltung in meiner Nähe. Beste Wettervoraussetzungen dafür. Also war ich auch hier wieder hin- und hergerissen, ob ich wirklich auf eine Beachparty gehen sollte, wenn dort sowieso alles vom Regen durchnässt wäre und natürlich befand sich auch die Tanzfläche unter freiem Himmel. Aber bevor ich deprimiert zu Hause vergammelte, entschloss ich mich doch dazu eine Freundin dorthin zu begleiten.

Am Abend regnete es glücklicherweise nicht mehr, und die Location an sich war auch wirklich toll. Es konnte also doch noch gut werden. Wir waren schon recht früh an dem See wo die Veranstaltung stattfand, und ich schaute mich ein bisschen um, ob dort schon ein paar Leute waren, die ich kannte.

Und dann sah ich ihn. Ich erkannte ihn sofort, da er wie auf seinem Profilbild eine Cap trug. Natürlich sprach ich ihn nicht an, wieso auch, er hatte sich ja nicht mehr gemeldet. Also tat ich so, als hätte ich ihn nicht gesehen, ob er mich gesehen hat, wusste ich nicht. Es war mir auch egal. Allerdings zog ich meine Freundin beiseite, stellte mich mit dem Rücken zu ihm und sagte zu ihr: „Siehst du den Typ mit der roten Cap? Das ist der Typ der mir nicht mehr zurück geschrieben hat!“ Denn natürlich habe ich auch ihr von ihm erzählt.

Es wurde immer später und auch immer lustiger, was eventuell auch ein wenig am Alkohol gelegen haben könnte... Meine Freundin Sabrina und ich tanzten auf dem nassen Sand, hatten ziemlich viel Spaß mit unserer Seifenblasenpistole und machten einige witzige Fotos. Spätestens jetzt war ich auf jeden Fall doch sehr froh, nicht zu Hause geblieben zu sein.

Irgendwann wechselten die DJs und die Musik gefiel uns nicht mehr ganz so gut, so verging uns auch ein wenig die Lust am Tanzen. Also stellten wir uns ein bisschen weiter weg von der Tanzfläche und unterhielten uns ein wenig. Ich merkte, wie er mich aus der Ferne bemerkt hatte und ein wenig verwundert schaute… dann setzte er sich in unsere Richtung in Bewegung und ich wurde etwas nervös. „Scheiße Sabrina, ich glaube er kommt rüber.“

„Wir kennen uns doch irgendwoher?“… Zuerst wusste ich nicht so recht was ich sagen sollte… dann platzte es jedoch aus mir heraus „Ja, von Tinder. Du bist der Typ der mir nicht mehr geantwortet hat!“ Das hatte erstmal gesessen und es war ihm sichtlich unangenehm. Seltsamerweise wusste er noch wie ich hieß, seinen Namen hatte ich allerdings bereits verdrängt… das wiederum war mir dann etwas unangenehm. Nach der ersten Peinlichkeit wechselten wir ein paar Sätze und er beteuerte, dass es ihm leid täte, mir nicht mehr zurück geschrieben zu haben und er sich darüber freuen würde, dass wir uns nun zufällig über den Weg liefen und uns mal persönlich sahen. „Ich verspreche dir, dass du morgen eine Nachricht von mir bekommen wirst!“ Wir verabschiedeten uns voneinander und ich feierte mit Sabrina weiter. Mir kam der Gedanke, dass er vielleicht der Grund für mein seltsames Bauchgefühl war. Vielleicht sollte ich nicht in die Schweiz fliegen, um ihm auf dieser Party begegnen zu können…Wer weiß?

Am Samstag wartete ich auf seine versprochene Nachricht. Den ganzen Tag. Ich schaute immer wieder auf mein Handy, vielleicht hatte ich den Ton ja überhört… doch es kam nichts. Und wieder ärgerte ich mich über ihn. Und über mich.


Am darauf folgenden Wochenende war ich mit ein paar Freunden in der Stadt unterwegs, kaum waren wir im Club, sah ich ihn. Schon wieder hatte uns der Zufall in dieselbe Location getrieben. Da er mir – schon wieder – nicht geschrieben hatte, beachtete ich ihn auch hier wieder nicht. Der Laden wurde immer voller und ich feierte mit meinen Freunden weiter. Als ich an der Bar stand, stand er zufällig auch wieder neben mir und sagte nur „Du verfolgst mich doch!“, drehte sich um, und ging. Fand ich mehr als seltsam, dachte mir jedoch nichts weiter dabei. Ich hatte ihn sowieso abgehakt.

Als ich sonntags in meinem Bett lag, war mir etwas langweilig und ich öffnete doch mal wieder Tinder. Dann fiel mir auf, dass sich die App irgendwie gar nicht mehr aktualisierte… sie musste sich aufgehängt haben. Also loggte ich mich aus und wieder ein… und siehe da… ich hatte ja doch eine Nachricht von ihm erhalten, noch am selben Abend der Beachparty.
Typisch fail, typisch ich.

Seitdem standen wir also wieder in Kontakt. Er dachte ich hätte aus Prinzip nicht geantwortet, weil ich noch nachtragend wäre. Nun war ich diejenige, die einfach nicht mehr zurück schrieb. Normalerweise wäre ich das auch gewesen… normalerweise hätte ich ihm wirklich aus Prinzip nicht mehr geantwortet. Normalerweise. Zum Glück habe ich es dennoch getan. Weil das alles auch nicht normal war.

Es waren so viele Zufälle, dass es schon fast schicksalhaft sein musste...
Es fing alleine schon damit an, dass wir uns auf dieser Beachparty begegnet sind, denn eigentlich sollten wir beide nicht dort sein. Ich wäre normalerweise in die Schweiz geflogen, er wollte eigentlich gar nicht mehr dort hin, nachdem er wegen des Wetters eine Absage nach der anderen von seinen Freunden kassierte. Und dennoch hat es uns beide dort hin verschlagen.

Nachdem wir ungefähr 2 Wochen Nachrichten ausgetauscht hatten, wurde es langsam Zeit für ein persönliches Treffen. Ich schlug vor essen zu gehen (was auch sonst) und wir verabredeten uns in einem indischen Restaurant. Ich war aufgeregt des Todes... Es beruhigte mich ein wenig als er schrieb, dass auch er ziemlich aufgeregt wäre.

Als er ankam war ich positiv überrascht... er sah noch besser aus als ich ihn in Erinnerung hatte. Gleichzeitig ärgerte ich mich, dass ich mich nicht doch etwas schicker angezogen hatte, denn ich kam dort in Jeans und Karohemd an - mein Wohlfühl-Outfit. Innere Werte usw... Wir waren fast 3 Stunden im Restaurant und es kamen weitere Zufälle zur Sprache... meine Schwester zog vor kurzem in den selben Ort in dem er wohnte, seine Mutter hatte am gleichen Tag wie ich Geburtstag, wir waren in den letzten Wochen immer wieder auf den gleichen Veranstaltungen... und dennoch sind wir uns leider nie begegnet. Tinder musste unserem Schicksal auf die Sprünge helfen.

Wieder zu Hause angekommen, dauerte es nicht lange und ich bekam eine Nachricht von ihm:
"[...] fand es übrigens schön heute :)"
Und das, obwohl ich mal wieder einen fantastischen ersten Eindruck hinterließ, indem ich mir die Reste vom Essen hatte einpacken lassen. Natürlich auch seine.

Danach trafen wir uns mindestens einmal die Woche, gingen essen, feiern, schauten Filme... und ich merkte, dass ich ihn jedes Mal ein bisschen mehr mochte...

Als er mich das erste mal fragte, ob ich zu ihm kommen möchte um einen Film zu schauen, dachte ich mir "oh bitte sei keiner von diesen Typen, die eine Frau zum "Film gucken" zu sich nach Hause einladen". Aber das war er nicht. Denn es passierte nichts. Wirklich Nichts. Nicht der kleinste Annäherungsversuch. Er war wohl einer von den "anständigen", irgendwo musste es sie ja geben.

Bei unserem zweiten "DVD-Date" sagte er mir, dass ich gerne auch in Jogginghose kommen könnte, da wir ja sowieso nur bei ihm chillen würden. Fand ich super und kam dem Vorschlag natürlich gerne nach (auch wenn mein Outfit für diesen Abend schon seit einer Woche fest stand...). Nicht ganz so super war allerdings, dass wir seinen Eltern über den Weg liefen, die im Haus nebenan wohnten. Direkt mal einen guten Eindruck im Gammeloutfit hinterlassen... (wie gesagt, ich weiß wie mein einen guten ersten Eindruck hinterlässt)

Auch an diesem Abend kamen wir uns nicht näher... keine "zufälligen" Berührungen, kein Kuss zum Abschied. So langsam wusste ich nicht mehr, woran ich überhaupt bei ihm war, schließlich hatten wir uns bis dahin ja bereits schon mehrere Male getroffen. War er eventuell nur freundschaftlich an mir interessiert? Natürlich hätte auch einfach ich den ersten Schritt machen können, aber in dieser Hinsicht bin ich etwas altmodisch... und viel zu schüchtern.

Am Wochenende darauf war ich mit meiner Schwester und einer Freundin feiern, er war auf einem Geburtstag, wollte jedoch später auch in den Club kommen, in dem wir waren. Hier war also meine Chance, ich wusste dass ich mir heute einen Ruck geben musste, wenn ich wollte, dass das alles endlich mal in die richtige Richtung laufen soll.





...to be continued...

Montag, 16. November 2015

Just in case...

Nachdem ich mich über 3 Jahre mit meinem alten Firmenhandy, einem BlackBerry, herumgeärgert habe (ich kam wirklich absolut nicht damit klar -.-), habe ich mich wie ein Schnitzel gefreut als mir unser IT-Fachmann mitteilte, dass ich mir ein neues Handy aussuchen darf. Zur Auswahl standen das iPhone 6 und das Samsung Galaxy S6. Da ich privat bereits ein Samsung verwende, habe ich mich für das Apple Modell entschieden, da ich finde dass das iPhone bedeutend bessere Bilder macht als jedes andere Handy… denn ansonsten bin ich eher gegen Apple, iTunes ist so schrecklich nervig…

Ihr kennt das sicher, wenn man ein neues Handy hat, geht man anfangs sehr behutsam damit um, legt es ganz sachte ab und bemüht sich, dass es bloß keine Kratzer abbekommt. Deshalb war ich auf der Suche nach einer hübschen Schutztasche, nur leider wurde ich beim Stöbern im Internet nicht wirklich fündig… Glücklicherweise wurde ich kurz darauf von caseable angeschrieben und gefragt, ob ich nicht Interesse an einer Kooperation hätte – kam mir natürlich sehr gelegen :)

Im caseable Onlineshop findet ihr Schutzhüllen, Folien, Taschen und Flipcases für jedes Handymodell, aber auch für den Kindle, Tablets oder Notebooks. Bei der Auswahl der Tasche war ich leicht überfordert, es waren so wahnsinnig viele tolle Designs…



Besonders toll finde ich die Möglichkeit, sich sein Case oder welches Produkt auch immer, selbst gestalten zu können. Dies habe ich nämlich für mein Galaxy S4 gemacht und bin vollkommen zufrieden:





Da ich natürlich die absolute Ober-Failnudel bin, ist mir mein Handy auf der Arbeit schön mit der Kante auf die Fließen gefallen… Display gesprungen... am selben Tag wurde das Case geliefert -.-
Ihr seht also, eine Schutzhülle ist nicht ganz unwichtig :D

Falls ihr nun auch auf den Geschmack gekommen seid und euch ebenfalls ein schickes Case bestellen oder vielleicht sogar selbst gestalten möchtet, erhaltet ihr unter Angabe des Codes: melanie5 5€ Rabatt. Viel Spaß beim Stöbern! :)

Sonntag, 30. August 2015

Urlaubsvideo - Philippines 2015


Es hat ein ganzes Weilchen gedauert... aber ich habe unser Urlaubsvideo endlich fertig gestellt :)




Freitag, 14. August 2015

Nachbarsgeschichten.

Am Samstag lag ich so ziemlich den ganzen Tag in meinem Planschbecken, da es mal wieder unglaublich warm war, konnte ich es anders kaum aushalten. Man sollte zwar meinen dass ich eigentlich ein wenig hitzebeständiger sein müsste, da philippinisches Blut durch meine Adern fließt... aber Pustekuchen. Ich bin die erste die vor Hitze zerfließt und direkt Kopfschmerzen bekommt weil ich so wetterfeinfühlig bin. Und meine Mutter, die Vollblut-Filipina ist, hat eine Sonnenallergie. So viel dazu.

Jedenfalls hat mein Nachbar mich in meinem "Pool" liegen gesehen und mir erzählt, dass ihn heute eine Freundin besuchen kommt, anlässlich ihres Besuches möchte er  gerne grillen und auch wieder viele Salate machen. Er kann wirklich ziemlich gut kochen und seinen Spargelsalat liebe ich sowieso total. "Isch mach dann ach widder en Spargelsalod, soll isch dä dann ach ne Schüssel mache?" - in feinstem Dialektmix aus lokalem Plattdeutsch und dem Hessischen, da er in Hessen arbeitet. Da sagte ich natürlich nicht nein - sage ich generell nie wenn es ums essen geht. "Mach isch, mach isch. Bring isch dä dann!"

Da mich eine Freundin besuchen kam, die Laktoseintoleranz hat, machte er den Spargelsalat sogar extra ohne Sahne für uns, zu lieb. Wir saßen dann also später zu zweit im Garten und warteten bereits hungrig auf den köstlichen Salat. Gegen halb 8 war es dann so weit und es gab endlich essen. Eigentlich dachten wir, er würde uns den Salat rüber bringen (da er das auch gesagt hatte), aber er meinte, wir sollen einfach rüber kommen, er hätte ja noch so viele andere Salate gemacht. Also sind wir zu ihm gekommen und haben es uns schon mal auf der Bank gemütlich gemacht.

"Jaaa, hinsetze is ja ofach, ihr müsst schon erstemol was schaffe. Die Wäsch muss noch uffgehängt wern, des könnt ihr dann erstemol mache. Und oaner muss a noch die Kardoffeln schäle" Melissa und ich lachten natürlich, mein Nachbar ist schon ein ziemlicher Scherzkeks... bis er dann mit dem Wäschekorb um die Ecke kam. "Wadd korz, den Wäschestänner hol isch ach noch schnell" Melissa und ich schauen uns nur ungläubig an... das konnte doch nicht wirklich sein ernst sein.

Gut, umsonst ist wohl wirklich nur der Tod, also mussten wir für unseren Spargelsalat wohl wirklich erstmal etwas tun. Wir nehmen uns also die Wäsche aus dem Korb und das erste was ich in der Hand halte ist natürlich eine schicke knallrote Männerunterhose. Ich wollte ja schon immer wissen was mein lieber Nachbar so drunter trägt. NICHT.
Wir mussten uns wirklich zusammenreißen, was allerdings eher weniger gut klappte, da wir extrem lachen mussten... ich kam mir vor wie im falschen Film.

Wir halfen ihm dann natürlich noch die Teller usw. von oben aus der Küche nach draußen zu bringen, im Treppenhaus lief mir mein Kater Tassilo entgegen. Fand ich auch super. "Tassilo?? Was machst du denn hier?!" - "Ach, der is öfter da, der kennt sich hier scho aus." Ach so, nach dann...

Nun gut, nachdem unsere Arbeit somit getan war, durften wir letzendlich auch essen. Und es war wie immer KÖSTLICH. Tomaten-, Radieschen-, Bohnen-, Kartoffel- und Spargelsalat, das reinste Schlaraffenland für mich als Vegetarier. Melissa bekam ein paar Bratwürste und mein Vater, der ebenfalls zum Essen eingeladen war, bekam ein Steak. Als er dieses anschnitt bemerkte er, dass es noch nicht ganz durch war und meinte "ich glaube das braucht noch einen Moment" mein Nachbar darauf hin : "Ai kloar, legs halt nochemal druff, bist doch alt genug!" Haha der ist einfach eine Nummer für sich.

Er erzählte uns dann noch unzählige Geschichten aus seinem Leben, wenn er einmal anfängt zu reden, findet er kein Ende mehr. Und seine Art zu erzählen ist einfach unglaublich lustig, wir hatten wirklich viel zu lachen. Besonders toll fand ich die Geschichten aus seinem Griechenlandurlaub. Dort war er einmal mit seiner damaligen Frau und einer ihrer Freundinnen zum Shopping in Athen, wie das bei den lieben Männern nun mal so ist, haben sie was das betrifft nicht ganz so großes Durchhaltevermögen wie wir Frauen und wollen gerne schon etwas früher den Abflug machen. Die Damen hatten darauf allerdings keine Lust und somit ist er schon mal alleine gegangen.

Es ging also mit dem Bus zum Hotel, er war damals dabei seinen Busführerschein zu machen, den er allerdings bis dato noch nicht in der Tasche hatte, aber "des is ja egal" - natürlich. "Isch hab dem Busfahrer, der Dimitrius wor des, en feine Kerl, mir ham uns blendend verstanne, dem hab isch dann gsacht dass isch gern mal de Bus foahrn würd, ich hätt meinen Führerschein ja längst. Hott nadürlich net gstimmt, aber des woar ja egal, Busfoahrn konnt isch trotzdem! Und da hat der misch dadsäschlisch foahrn lasse, des war so lustisch, isch war ja soooo voll!" und er lacht so herzlich bis sein Kopf knallrot wird. "Isch hott ja oaner im Tee, isch moan, war ja Urlaub. Und dann musste mä mit de Fähre fahrn... isch sachs euch... ohje... die Fähre schwankt ja immer so en bissche uffm Wassä, des geht ja als nuff un nabb... und mä muss nadürlich da druff foahrn, wenn die unne is... und isch... isch bin grad druf gefoahrn als die ooobe war. Des hot en Schlach gedon, des soch isch eusch, der ganze Auspuff is da abgerisse! Oh des war so lustisch!" Und wir alle am Tisch lachen uns genau so kaputt wie er, herrlich. Ich liebe ja seine Geschichten, und seine Art zu erzählen, auch wenn es manchmal ein bisschen viel wird haha


Solche Nachbarn braucht man.

Montag, 3. August 2015

60s Style und Planschbeckenparty

 

 
Hallöchen ihr Lieben... :)

Ich hoffe ihr hattet ein tolles Wochenende, es wurde ja wieder richtig warm - perfekte Gelegenheit um meinen neuen "Pool" einzuweihen. Bester Kauf seit langem haha

Mein Wochenende war ziemlich entspannt, Samstag war ich zusammen mit ein paar Freunden zum Essen eingeladen, die liebe Julia hat uns mal wieder total verwöhnt... falls du das lesen solltest, hier an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an dich, vor allem da du dir die Mühe mit den Piroschki gemacht hast :* War ein sehr schöner und lustiger Abend. Ich liebe es zwar am Wochenende tanzen zu gehen, solche Abende sind jedoch auch immer eine schöne Abwechslung... :)

Gestern haben wir eine kleine Planschbecken-Party veranstaltet, mit leckeren Drinks und selbstgemachter Pizza... war ein super schöner Tag mit meinen beiden Fischis - es besteht auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!

Zu schade dass das Wochenende immer so schnell vorbei geht... gerade dann wenn es so schön ist.

Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche, genießt das Wetter!
(bevor es wieder ZU heiß wird :'D)

Skirt H&M  -  Top Vero Moda - Shoes Bullboxer (old)


 

 
Sabrina (wuhu du bist so fame ;D) , die Bilder sind ziemlich nett geworden...
 ich fürchte, du musst das Outfit shooten nun öfter übernehmen :D
 



keine Ahnung was mit denen los ist... die 4 Finger sollen übrigens einen Pfau darstellen... -.-
Haha :'D
 

Sonntag, 2. August 2015

Dedicated to my sister, my forever friend.



Wo soll man anfangen über einen Menschen zu schreiben, den man bereits seit seiner Geburt kennt. Am besten wohl, genau dort.

Beziehungsweise, schon davor.
Als meine Mutter mir erklärte, dass ich ein Geschwisterchen bekommen würde, war ich furchtbar aufgeregt, denn ich hatte mir schon ewig eines gewünscht, als Einzelkind kann es schon mal ziemlich langweilig werden... ich war fast 5 und voller Vorfreude, sobald ich wusste dass du ein Mädchen werden würdest, hatte ich auch schon einen Namen für dich... Bibi. Wer kennt sie nicht, die kleine Hexe Bibi Blocksberg, die mich jede Nacht in ihren Hörspielen in den Schlaf begleitet hat. Ich fand Bibi so toll, dass ich dachte, dies wäre der perfekte Name für meine kleine Schwester. Gott sei Dank hatte ich damals kein Mitspracherecht und dein Name wurde dann doch Christina. Leider hat sich Mama bei den Namen nicht durchsetzen können, denn wenn es so gewesen wäre, würden wir nun nicht Melanie und Christina, sondern Pamela-Joy und Kim-Rose heißen... um einiges interessanter.



Als ich dich zum ersten Mal im Krankenhaus sah, konnte ich es kaum fassen. Das sollte meine Schwester sein? Das ist aus der Kugel geworden, die Mama so lange vor sich hergetragen hat? Ich war unglaublich stolz und wollte dich gar nicht mehr hergeben. Freundinnen von Mama waren natürlich auch im Krankenhaus zu Besuch, und eine sagte zum Spaß "Ich glaube, ich nehme sie mit nach Hause!" - da schrillten bei mir die Alarmglocken los und ich haute sie kräftig auf den Arm, niemand nimmt mir meine kleine Schwester weg!





Als Baby warst du dann aber leider doch noch nicht ganz so interessant, spielen konnte ich natürlich noch nicht wirklich mit dir. Vor allem da du den ganzen Tag geschlafen hast, und das ist nicht übertrieben. Wenn Mama dich nicht zum essen und Windeln wechseln geweckt hätte, hättest du wohl 24 Stunden am Stück schlafen können... ich glaube, wirklich miteinander gespielt haben wir dann als du 2 oder 3 Jahre alt warst. Du warst ein unglaublich niedliches Kind, mopsig und tollpatschig ja, aber vielleicht auch gerade deshalb so unendlich süß.






Wir spielten viel im Garten, vor allem auch mit den Nachbarskindern. Zum Glück war das Thema Computer usw. damals noch nicht groß geschrieben, wir wohnten damals direkt am Wald und waren viel draußen unterwegs. Meine damalige beste Freundin, die bei uns in der Straße wohnte, hatte ebenfalls eine Schwester in deinem Alter, es war perfekt.

 
 
 
 
Ich war schon sehr früh an Schminke, Nagellack usw interessiert, wollte dir immer schicke Frisuren machen oder dir die Nägel lackieren, jedoch war das absolut nicht dein Ding. Dafür konnten wir uns über andere Sachen köstlich amüsieren, wie z.B. wenn wir Sonntagmorgen schon vor unseren Eltern aufwachten und den Esszimmertisch mit Decken und Kissen zu einer Höhle umfunktionierten. Oder aber wenn wir uns die Matratze aus deinem Kinderbett schnappten und damit die Treppe runtergerutscht sind. Wenn ich könnte, würde ich das sogar auch heute noch mit dir machen haha



Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich zum ersten mal richtig Angst um dich hatte, seitdem habe ich mir nie wieder so viele Sorgen gemacht wie in diesem Tag... denn du warst verschwunden. Du musst 3 oder 4 Jahre alt gewesen sein, ich war mit Mama und Papa im Garten und plötzlich fiel uns auf, dass du nicht da warst. "Wo ist Christina? Sie war doch gerade noch hier?!" wir suchten dich im ganzen Haus, doch du warst wie vom Erdboden verschluckt. Ich lief wieder nach draußen und fragte sogar die Nachbarn ob sie dich gesehen hätten, was für mich damals eine große Sache war, da ich als Kind unheimlich schüchtern war und nicht gerne mit Erwachsenen redete. Mama und Papa waren ebenfalls ganz krank vor Sorge, wir dachten dass du vielleicht alleine in den Wald gelaufen sein könntest. Also wollten wir losgehen um dich zu suchen. Unsere Eltern zogen sich bereits die Schuhe an und ich ging zum Schrank um meine Jacke heraus zu holen - und dort lagst du dann einfach, und schliefst, an deinem Handrücken nuckelnd, so wie du es als Kind immer getan hast. Zunächst fiel mir ein riesen großer Stein vom Herzen. Dann musste ich einfach nur lachen. Typisch Christina.




Je älter wir wurden, desto mehr entfernten wir uns von einander. Leider.
Vor allem die Jahre deiner Pubertät haben unserer Beziehung einen ziemlichen Knacks hinterlassen, du warst der wohl launischste Klischee-Teenager den man sich nur vorstellen konnte... und teilweise richtig gemein, sodass wir irgendwann kaum mehr etwas miteinander zu tun hatten, du führtest dein Leben, ich führte meins, und keine hat in dem der jeweiligen anderen eine besonders große Rolle mehr gespielt. Das einzige was wir gemeinsam hatten, war wohl nur noch der Nachname.

Als du mit 18 dann mit deinem damaligen Freund zusammen nach München ziehen wolltest, war mir das ziemlich egal - heute wäre es undenkbar! Einige Wochen darauf, glücklicherweise noch vor deinem Umzug, habt ihr euch getrennt, und das war wohl das Beste das dir passieren konnte. Etwa ein Jahr später folgte dann auch die Trennung von meinem damaligen Freund... und ich war am Boden zerstört.

Du warst so lieb zu mir während dieser Zeit und das hat uns so sehr zusammengeschweißt sodass eine richtig tiefe Freundschaft daraus entstand. Ohne dich hätte ich das alles nicht durchstehen können und ich bin unendlich dankbar und froh dass du immer an meiner Seite warst und seitdem geblieben bist. Ein Leben ohne dich könnte ich mir nun nicht mehr vorstellen. Es ist natürlich schade, dass wir uns nicht schon viel früher so gut verstanden haben und somit wertvolle Zeit verloren haben... aber wir sind fleißg dabei das aufzuholen.




Wenn man uns beide heute zusammen sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass wir erst seit kurzem so ein enges Verhältnis haben, wir verstehen uns teilweise ohne Worte, müssen einander nur anschauen, wissen genau was die andere gerade denkt, und lachen einfach los.



Der Urlaub auf den Philippinen wäre ohne dich nicht halb so toll gewesen, einmal alberten wir in unserem Zimmer herum, lachten uns schon wieder kaputt und plötzlich wirst du ganz ruhig, schaust mich an und sagst: "Unglaublich, wenn man mal daran denkt dass es eine Zeit gab in der wir uns nicht so gut verstanden haben wie jetzt oder?"

Es ist wirklich unglaublich und du bist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

Ich liebe dich, mein Fischi.
Meow.